Homepage der Gemeinde Drehnow


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Gemeinde

Drehnower Kindergarten

Die Gemeinde liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Mit viel Liebe und Engagement werden in dieser Gemeinde die sorbische Kultur und Sprache, das Brauchtum und die jahreszeitlichen Traditionen gepflegt. Die zum Amt Peitz gehörende Gemeinde Drehnow liegt im Landkreis Spree-Neiße des Landes Brandenburg in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Gemeinde Drehnow wurde 1635 erstmals urkundlich erwähnt. Als typisches Angerdorf ist der Ort großzügig angelegt. Die ortsprägende Bebauung landwirtschaftlichen Ursprungs mit Dreiseitenhöfen ist noch heute beiderseitig entlang der Dorfstraße erkennbar. Zahlreiche frühgeschichtliche Funde sind Zeugen einer frühen Besiedelung des Gebietes. 1400 als Drehnow in einer Urkunde erwähnt, weist das Wort „dren“ (= roter Hartriegel) auf eine frühe Besiedlung der Sorben/Wenden hin. Bronzezeitliche Werkzeuge belegen die ackerbauliche Nutzung. Bis zum 30- jährigen Krieg lag das Dorf auf einem flachen Sandrücken nahe der Malxe. Das jetzige Dorf entstand auch infolge der Hochwassergefährdung ca. 500 m nordöstlich. Das alte Dorf wurde nach 1750 völlig devastiert und der Standort ackerbaulich genutzt. 1574 bis 1832 gehörte der Ort zum Amt Peitz, 1832 bis 1874 wieder zum Amt Cottbus.

Eine Besonderheit der Gemeinde ist die Lebendigkeit der sorbisch/wendischen Sprache und Kultur. In der zweisprachigen Gemeinde verstehen und sprechen viele Bewohner die Sprache ihrer Eltern und Großeltern, werden ganzjährig die sorbisch/wendischen Traditionen gepflegt. Höhepunkte sind die jährlichen Feste, wie Zapust/ Fastnacht (1. Woche im Februar), Hahnrupfen (1. Woche im September) und die Kermuscha/Kirmes, bei denen auch Gäste jederzeit willkommen sind. Noch spricht man in Drehnow in zwei verschiedenen Sprachen - deutsch und sorbisch. Noch vor ca. 50 Jahren wurde überwiegend sorbisch gesprochen. Durch Zuzüge und Heranwachsen der Kinder und Enkelkinder hat sich der Anteil nur deutsch Sprechender vergrößert.


Die Gemeinde Drehnow liegt westlich der Stadt Peitz und grenzt im Norden an größere Wälder. Im Süden befindet sich ein Wiesengebiet mit eingelagerten großen Ackerflächen. In der Gemeinde gibt es ein gut ausgebautes Wegesystem, welches in das überregionale Radwandernetz (Gurken-Radweg, Spree-Radweg) eingebettet ist. Durch das Wiesengebiet fließen in westlicher Richtung Malksa (Malxe), Goramšica (Hammergraben) und Sprewja (Spree), die hier einen Abstand von 600 m zueinander haben.

Drehnower Glockenturm
Mega-Hahnrupfen 2009

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